Sie sind hier: Startseite » Comics & Bücher » Panini

Neuheiten Panini 2026 - 3 Quartal

Spider-Man: Die Graphic Novel Collection

Spider-Man: Die Graphic Novel Collection
Autoren: Charles Vess, Susan K. Putney, Gerry Conway, Stan Lee
Zeichner: Alex Saviuk, Bernie Wrightson, Charles Vess, Ross Andru
Seiten: 272
Format: 20,5 × 31 cm
Preis: 39,00 €
ISBN: 978-3-7416-4970-7
Panini Verlags GmbH


Enthält:

Marvel Graphic Novel 22: Amazing Spider-Man – Hooky (1986)
Marvel Graphic Novel 46: Amazing Spider-Man – Parallel Lives (1989)
Marvel Graphic Novel 63: Spider-Man – Spirits of the Earth (1990)
Marvel Graphic Novel 72: Spider-Man – Fear Itself (1992)

Für langjährige Spider-Man-Leser ist diese neue „Spider-Man: Die Graphic Novel Collection“ eine kleine Zeitreise. Denn drei der vier enthaltenen Geschichten sind keineswegs deutsche Erstveröffentlichungen. Wer Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre bereits Marvel-Comics gesammelt hat, dürfte ihnen vielmehr schon bei Condor begegnet sein.
Damals erschienen diese großformatigen Geschichten innerhalb der Reihe „Marvel Comic Exklusiv“, und gerade das erste Album dürfte vielen Fans noch in Erinnerung geblieben sein. Condor veröffentlichte darin nicht nur Spider-Man, sondern auch Thor, Hulk, die Fantastischen Vier, Silver Surfer, die Rächer, Wolverine, Conan und andere Marvel-Helden.
Panini holt nun drei dieser alten Bekannten zurück und stellt ihnen mit „Fear Itself“ noch eine weitere Graphic Novel zur Seite. Der entscheidende Unterschied zur damaligen Veröffentlichung ist natürlich die Präsentation: Hardcover, 272 Seiten am Stück und ein großzügiges Format von 20,5 × 31 Zentimetern.
Für Besitzer der alten Condor-Alben ist das also keine reine Sammlung unveröffentlichten Materials. Dafür bekommt man einige außergewöhnliche Spider-Man-Geschichten endlich gemeinsam in einer hochwertigen Ausgabe.


Hooky – Der Kampf der Hexenmeister
Marvel Graphic Novel 22: Amazing Spider-Man – Hooky (1986)

Autorin: Susan K. Putney
Zeichnungen: Bernie Wrightson
Deutsche Veröffentlichung:
Marvel Comic Exklusiv 1 – Die Spinne: Der Kampf der Hexenmeister

Condor Verlag, 1987
Gleich die erste Geschichte ist für ältere deutsche Marvel-Fans etwas Besonderes. „Hooky“ eröffnete 1987 als „Der Kampf der Hexenmeister“ die Condor-Reihe „Marvel Comic Exklusiv“.
Und was für ein Auftakt das damals war.
Spider-Man und Bernie Wrightson – das klingt zunächst nach einer ziemlich ungewöhnlichen Kombination. Wrightson verbindet man schließlich in erster Linie mit Horror. Er war gemeinsam mit Len Wein der Schöpfer von „Swamp Thing“, zeichnete unzählige fantastische und makabre Geschichten und schuf mit seinen unglaublich detaillierten „Frankenstein“-Illustrationen einige der beeindruckendsten Arbeiten seiner Karriere.
Genau deshalb funktioniert „Hooky“ so gut.
Susan K. Putney schickt Spider-Man nicht einfach gegen Green Goblin, Doctor Octopus oder einen anderen bekannten Gegner. Peter wird aus seiner gewohnten New Yorker Umgebung herausgerissen und landet in einer bizarren Fantasywelt.
Und dort darf Wrightson praktisch alles zeichnen, was ihm besonders liegt.
Monster, Hexenwesen, groteske Körper und fantastische Landschaften bestimmen die Seiten. Spider-Man wirkt inmitten dieser Welt mit seinem rot-blauen Kostüm beinahe wie ein Fremdkörper. Gerade daraus entsteht der besondere Reiz.
Erzählerisch ist „Hooky“ sicherlich keine der großen, charakterprägenden Spider-Man-Geschichten. Zeichnerisch ist sie dafür umso beeindruckender. Wrightson interpretiert Spider-Man vollkommen anders als die damals bekannten Zeichner der regulären Serien.
Wer das alte Condor-Album noch besitzt, wird sich wahrscheinlich schon beim Durchblättern an einzelne Bilder erinnern.
Und genau hier macht sich das große Format der neuen Panini-Ausgabe bezahlt. Wrightsons Zeichnungen brauchen Platz. Seine Monster, Schraffuren und Hintergründe kann man jetzt wieder in einer Größe genießen, die dieser Graphic Novel angemessen ist.
Ein wunderschönes Wiedersehen mit einer Geschichte, mit der für deutsche Leser 1987 die Reihe „Marvel Comic Exklusiv“ begann.


Parallel Lives – Mein Leben mit Mary Jane
Marvel Graphic Novel 46: Amazing Spider-Man – Parallel Lives (1989)

Autor: Gerry Conway
Zeichnungen: Alex Saviuk
Deutsche Veröffentlichung:
Marvel Comic Exklusiv 9 – Die Spinne: Mein Leben mit Mary Jane

Condor Verlag, 1990
Bei der zweiten Geschichte werden sich ebenfalls einige ältere Fans erinnern.
Condor veröffentlichte „Parallel Lives“ 1990 als „Mein Leben mit Mary Jane“ in Band 9 von „Marvel Comic Exklusiv“.
Und für mich ist dies erzählerisch die stärkste der vier Graphic Novels.
Gerry Conway erzählt keine gewöhnliche Spider-Man-Geschichte. Natürlich gibt es Superheldenelemente und Doctor Octopus spielt ebenfalls eine Rolle. Im Zentrum stehen aber zwei Menschen:
Peter Parker und Mary Jane Watson.
Conway verfolgt ihre Lebenswege zunächst getrennt voneinander. Wir erleben Peters Kindheit bei Ben und May Parker, seine Jugend, den Spinnenbiss und die Ereignisse, die ihn schließlich zu Spider-Man machen.
Parallel dazu sehen wir Mary Janes Leben.
Und gerade dieser Teil ist wichtig.
Denn Mary Jane wurde in den frühen Spider-Man-Comics gerne als unbekümmerte, lebenslustige Partyfrau präsentiert. Conway zeigt, was sich hinter dieser Fassade verbirgt. Auch MJ hat familiäre Probleme und Erfahrungen gemacht, die sie geprägt haben.
Das berühmte selbstbewusste Auftreten ist deshalb nicht einfach ihr Charakter, sondern teilweise auch ein Schutzmechanismus.
Besonders interessant ist die Erkenntnis, dass Mary Jane Peters Geheimnis viel früher kannte, als er selbst vermutete.
Damit bekommen zahlreiche bekannte Momente der Spider-Man-Historie nachträglich eine andere Bedeutung.
Alex Saviuk ist für eine solche Geschichte hervorragend geeignet. Sein Spider-Man sieht klassisch aus, ohne altmodisch zu wirken. Vor allem aber kann Saviuk Gesichter zeichnen.
Und das braucht diese Geschichte.
Hier entscheiden eben nicht nur Kämpfe und spektakuläre Netzschwingereien über die Wirkung einer Seite, sondern Peters und Mary Janes Reaktionen aufeinander.
Wer Spider-Man schon seit Jahrzehnten liest, bekommt außerdem immer wieder dieses angenehme Gefühl des Wiedererkennens. Viele wichtige Stationen aus Peters Leben tauchen auf, werden aber aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
„Parallel Lives“ ist deshalb mehr als eine Zusammenfassung der Beziehung zwischen Peter und MJ.
Es ist im Grunde eine Liebeserklärung an diese beiden Figuren.
Und gerade wenn man bedenkt, wie oft Marvel ihre Beziehung in späteren Jahrzehnten verändert, getrennt und wieder neu definiert hat, besitzt die Geschichte heute fast noch mehr Reiz als 1989.
Für Condor-Leser bleibt sie natürlich „Mein Leben mit Mary Jane“.


Spirits of the Earth – Im Reich der Nebelgeister
Marvel Graphic Novel 63: Spider-Man – Spirits of the Earth (1990)

Text und Zeichnungen: Charles Vess
Deutsche Veröffentlichung:
Marvel Comic Exklusiv 13 – Die Spinne: Im Reich der Nebelgeister

Condor Verlag, 1991
Auch diese Geschichte ist ein alter Bekannter.
Condor veröffentlichte Charles Vess' Graphic Novel 1991 als Band 13 von „Marvel Comic Exklusiv“ unter dem wunderschönen deutschen Titel „Im Reich der Nebelgeister“.
Und wenn „Hooky“ schon ungewöhnlich war, setzt Charles Vess noch einen drauf.
Peter und Mary Jane verlassen New York und reisen nach Schottland. Eigentlich soll es eine romantische Reise werden. Doch schon bald gerät Peter in eine Welt aus alten Legenden, Geistern und keltischer Mythologie.
Spider-Man in den schottischen Highlands?
Das klingt zunächst fast so, als hätte man den falschen Helden in die Geschichte gesteckt.
Aber gerade das macht ihren Reiz aus.
Charles Vess ist kein typischer Superheldenzeichner. Seine große Liebe gehört der Fantasy, klassischen Märchen, Naturdarstellungen und mythologischen Welten. Später wurde er nicht zuletzt durch seine Arbeiten mit Neil Gaiman bekannt.
Bei „Spirits of the Earth“ übernimmt Vess Text und Zeichnungen selbst.
Dadurch wirkt die Graphic Novel ausgesprochen geschlossen. Hier schreibt niemand eine konventionelle Spider-Man-Geschichte, die anschließend von einem Fantasyzeichner illustriert wird. Vielmehr holt Vess Spider-Man vollständig in seine Welt.
Peter bewegt sich nicht zwischen Wolkenkratzern, sondern durch Wälder, Ruinen und nebelverhangene Landschaften.
Auch erzählerisch passt das hervorragend.
Peter Parker ist Wissenschaftler. Er möchte Dinge verstehen und rational erklären können. Doch plötzlich befindet er sich in einer Umgebung, in der Naturwissenschaften nicht auf jede Frage eine Antwort liefern.
Gerade dieses Aufeinanderprallen von Peter Parkers rationalem Weltbild und alter Mythologie macht die Geschichte interessant.
Vess' Seiten besitzen dabei einen vollkommen anderen Rhythmus als ein gewöhnliches Spider-Man-Heft. Landschaften bekommen Platz. Natur ist nicht bloß Hintergrund. Teilweise könnte man Spider-Man aus einem Panel entfernen und hätte immer noch eine wunderschöne Fantasyillustration vor sich.
Das muss man allerdings mögen.
Wer Spider-Man hauptsächlich wegen seiner Superschurken und Action liest, wird „Im Reich der Nebelgeister“ möglicherweise etwas langsam finden.
Wer sich dagegen auf Vess' märchenhafte Welt einlässt, bekommt eine der ungewöhnlichsten Spider-Man-Geschichten überhaupt.
Auch hier ist das Panini-Überformat ein echter Gewinn. Gerade Vess' detailreiche Landschaften wirken auf größeren Seiten wesentlich besser.
Für Besitzer des alten Condor-Bandes ist dies wahrscheinlich die Geschichte, bei der sich ein erneuter Kauf aufgrund der hochwertigeren Präsentation besonders lohnt.


Fear Itself
Marvel Graphic Novel 72: Spider-Man – Fear Itself (1992)

Story: Gerry Conway
Skript: Stan Lee
Zeichnungen: Ross Andru
Tusche: Mike Esposito
Nach drei Geschichten, die ältere deutsche Leser bereits aus den Condor-Alben kennen können, wird es bei „Fear Itself“ besonders interessant.
Hier begegnen sich gleich mehrere Generationen klassischer Spider-Man-Geschichte.
Gerry Conway entwickelte die Story, Stan Lee schrieb das Skript und Ross Andru zeichnete.
Allein diese drei Namen machen die Geschichte für einen Spider-Man-Fan interessant.
Stan Lee muss man kaum vorstellen. Gemeinsam mit Steve Ditko erschuf er Spider-Man und definierte über viele Jahre Peters Persönlichkeit.
Gerry Conway wiederum übernahm „Amazing Spider-Man“ bereits als sehr junger Autor und schrieb einige der berühmtesten Geschichten der Serie, darunter den Tod von Gwen Stacy.
Und Ross Andru gehörte über Jahre zu den wichtigsten Spider-Man-Zeichnern der 1970er.
In „Fear Itself“ trifft Spider-Man auf Silver Sable, und die Handlung führt ihn nach Deutschland. Im Mittelpunkt stehen gefährliche Kristalle und eine Baronin, die deren Macht für ihre eigenen Ziele einsetzen möchte.
Nach „Hooky“ und „Spirits of the Earth“ wirkt das beinahe schon wie die Rückkehr zum normalen Spider-Man.
Hier bekommen wir ein klassisches Superheldenabenteuer.
Action, ein exotischer Schauplatz, eine größere Bedrohung und Silver Sable als Partnerin – beziehungsweise als jemand, bei dem Peter nie ganz sicher sein kann, wie weit ihre Interessen tatsächlich mit seinen übereinstimmen.
Besonders viel Spaß macht dabei Stan Lees Dialogstil.
Natürlich klingt Spider-Man 1992 bei Lee etwas anders als bei den damaligen regulären Autoren. Genau das ist aber der Reiz. Plötzlich ist wieder dieser klassische Peter Parker da, der selbst in gefährlichen Situationen einen Spruch machen muss.
Ross Andru passt dazu perfekt.
Sein Spider-Man braucht keine übertriebenen Körperhaltungen oder gigantischen Augenlinsen. Er zeichnet ihn genauso, wie ihn viele Leser aus den 1970er-Jahren kennen.
Für Andru besitzt die Graphic Novel zudem eine gewisse Tragik. Sie gehört zu seinen späten Arbeiten; der Zeichner starb bereits 1993.
Damit wird „Fear Itself“ beinahe zu einem kleinen Abschiedsgruß einer klassischen Spider-Man-Generation.
Gerade nach den visuell sehr individuellen Beiträgen von Wrightson und Vess gefällt mir dieser Abschluss ausgesprochen gut. Er ist vielleicht nicht so außergewöhnlich wie „Hooky“ oder „Im Reich der Nebelgeister“, vermittelt dafür aber dieses wunderbare Gefühl, einen klassischen Spider-Man-Comic zu lesen.


Alte Condor-Bekannte in neuer Form
Für deutsche Sammler muss man den Inhalt des Panini-Bandes deshalb etwas anders bewerten, als ich es zunächst getan hatte.
Drei Geschichten haben eine deutsche Vergangenheit:
„Hooky“ erschien 1987 als „Der Kampf der Hexenmeister“, Marvel Comic Exklusiv 1.
„Parallel Lives“ folgte 1990 als „Mein Leben mit Mary Jane“, Marvel Comic Exklusiv 9.
„Spirits of the Earth“ erschien 1991 als „Im Reich der Nebelgeister“, Marvel Comic Exklusiv 13.
Wer damals schon Marvel gesammelt hat, könnte also drei Viertel des Materials bereits im Regal stehen haben.
Das empfinde ich aber keineswegs als Nachteil.
Im Gegenteil: Gerade deshalb besitzt diese Collection einen gewissen nostalgischen Charme.
Die alten Condor-Ausgaben waren typische Produkte ihrer Zeit. Für viele von uns waren genau diese Alben überhaupt die erste Gelegenheit, Marvel-Geschichten außerhalb der normalen Taschenbücher und Heftreihen in größerem Format zu erleben.
Jetzt liegen drei dieser Geschichten gemeinsam in einem hochwertigen Hardcover vor.

Vier Geschichten – vier völlig verschiedene Spider-Men
Die Zusammenstellung funktioniert besonders gut, weil keine der Geschichten der anderen gleicht.
Bernie Wrightson verwandelt „Hooky“ in ein groteskes Fantasy- und Monsterabenteuer.
Gerry Conway und Alex Saviuk machen aus „Parallel Lives“ eine Charakter- und Liebesgeschichte über Peter und Mary Jane.
Charles Vess führt Spider-Man mit „Spirits of the Earth“ in eine märchenhafte Welt aus keltischen Mythen und schottischen Landschaften.

Und Stan Lee, Gerry Conway und Ross Andru liefern mit „Fear Itself“ zum Abschluss noch einmal klassisches Spider-Man-Abenteuergefühl.
Zeichnerisch ist der Band dadurch ein kleines Fest.
Vor allem Bernie Wrightson und Charles Vess zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich Spider-Man aussehen kann, wenn man Künstler an die Figur lässt, die normalerweise nicht mit klassischen Superheldencomics verbunden werden.
Und genau dafür waren die Marvel Graphic Novels ursprünglich gedacht.
Mehr Seiten, ein größeres Format und mehr künstlerische Freiheit als bei einem monatlichen Heft.



Fazit
Paninis „Spider-Man: Die Graphic Novel Collection“ ist für langjährige deutsche Marvel-Leser keine Sammlung vergessener deutscher Erstveröffentlichungen – sondern vielmehr ein ausgesprochen schönes Wiedersehen.
Und vielleicht macht gerade das den Band für ältere Fans besonders sympathisch.
„Der Kampf der Hexenmeister“, „Mein Leben mit Mary Jane“ und „Im Reich der Nebelgeister“ – diese Titel wecken bei Condor-Sammlern Erinnerungen.
Man hat diese Alben damals einzeln gekauft, und zumindest bei mir gehören gerade solche großformatigen Condor-Ausgaben zu jener Marvel-Zeit, an die man sich gerne erinnert.

Jetzt bekommt man die Geschichten in einer hochwertigen Hardcover-Ausgabe gemeinsam präsentiert.
Dabei ist „Parallel Lives“ für mich erzählerisch das Highlight. Gerry Conway und Alex Saviuk erzählen Peter und Mary Jane mit einer Wärme und einem Verständnis für die Figuren, das auch Jahrzehnte später funktioniert.
Zeichnerisch würde ich dagegen kaum zwischen Wrightson und Vess wählen wollen.
Bernie Wrightsons „Hooky“ ist herrlich grotesk, während Charles Vess mit „Im Reich der Nebelgeister“ einen Spider-Man zeichnet, wie man ihn sonst kaum irgendwo zu sehen bekommt.

„Fear Itself“ wirkt dagegen fast konventionell – ist aber gerade wegen Stan Lee, Gerry Conway und Ross Andru ein wunderbarer Abschluss und zugleich ein Stück Spider-Man-Geschichte.
Das große Format von 20,5 × 31 Zentimetern ist für diese vier Graphic Novels genau richtig. Insbesondere Wrightson und Vess profitieren davon enorm.

Wer die drei alten Condor-Alben besitzt, kauft natürlich einen erheblichen Teil des Materials doppelt. Trotzdem halte ich die Neuanschaffung für gerechtfertigt, wenn man diese Geschichten gerne mag. Die gemeinsame Präsentation, das Hardcover und nicht zuletzt die Möglichkeit, Wrightson, Saviuk, Vess und Andru unmittelbar hintereinander zu erleben, geben dem Buch einen eigenen Wert.
Und für Leser, die die Condor-Zeit nicht selbst miterlebt haben, ist der Band ohnehin eine wunderbare Gelegenheit, vier Spider-Man-Geschichten kennenzulernen, die abseits der üblichen Green-Goblin-, Venom- und Kraven-Klassiker liegen.
Ein sehr schöner Band für Spider-Man-Fans – und für alte Condor-Sammler zusätzlich eine gehörige Portion Nostalgie.

Spider-Man Noir Collection

Spider-Man Noir Collection
Autoren: Fabrice Sapolsky, David Hine, Roger Stern
Zeichner: Carmine Di Giandomenico, Richard Isanove, Bob McLeod u. a.
Seitenzahl: 256
Preis: 36,00 €
Enthält:
Spider-Man Noir (2009) 1–4
Spider-Man Noir: Eyes Without a Face 1–4
Edge of Spider-Verse 1
Spider-Verse Team-Up 1 (II)
Spider-Geddon: Spider-Man Noir Video Comic
Panini Verlags GmbH


Ich gebe zu: Bei den ganzen alternativen Spider-Men, die Marvel inzwischen hervorgebracht hat, kann man schon einmal den Überblick verlieren. Spider-Gwen, Spider-Punk, Spider-Man 2099, Spider-Ham und unzählige weitere Varianten bevölkern inzwischen das Spider-Verse. Manche davon funktionieren hervorragend, andere hätte man meiner Meinung nach nach ihrem ersten Auftritt auch wieder vergessen können.

Spider-Man Noir gehört für mich eindeutig zur ersten Kategorie.

Das liegt sicherlich auch daran, dass ich die Figur schon lange vor ihren Auftritten in den großartigen „Spider-Verse“-Kinofilmen kannte. Und wer dort zum ersten Mal Bekanntschaft mit Spider-Man Noir gemacht hat, dürfte sich beim Lesen dieser Collection wundern.
Denn dieser Peter Parker ist kein liebenswerter Schwarzweiß-Detektiv, der Probleme mit einem Rubik-Würfel hat.
Seine Welt ist düster, brutal und ausgesprochen hoffnungslos.
Wir befinden uns im New York der frühen 1930er-Jahre. Die Große Depression hat das Land im Griff. Menschen hungern, Arbeiter kämpfen ums Überleben, Korruption gehört zum Alltag und organisierte Kriminalität besitzt teilweise mehr Macht als die Polizei.
Und mitten in dieser Welt entsteht Spider-Man.

Spider-Man Noir 1–4
David Hine/Fabrice Sapolsky – Carmine Di Giandomenico

Bereits auf Deutsch:
Marvel Noir 1 – Spider-Man, Panini 2010
später erneut in der Spider-Man Noir Collection, Panini 2021

Für mich sind die ersten vier Hefte noch immer der Höhepunkt dieses Bandes.
Das liegt vor allem daran, dass Hine und Sapolsky verstanden haben, was eine alternative Version eines bekannten Helden interessant macht.
Es reicht eben nicht, Peter Parker einfach ein schwarzes Kostüm anzuziehen und die Handlung ins Jahr 1933 zu verlegen.
Die Autoren nehmen praktisch sämtliche Bestandteile der klassischen Spider-Man-Geschichte auseinander und überlegen, wie sie unter vollkommen anderen gesellschaftlichen Bedingungen funktionieren würden.
Peter wächst auch hier bei Tante May und Onkel Ben auf. Aber bereits May Parker unterscheidet sich deutlich von der uns vertrauten Figur. Sie engagiert sich politisch und kämpft gegen soziale Ungerechtigkeit.
Auch Peter ist anders.
Natürlich erkennt man Peter Parker in ihm wieder. Sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn ist vorhanden, ebenso seine Wut darüber, wenn Schwächere ausgenutzt werden. Doch dieser Peter lebt in einer Welt, in der Recht und Gerechtigkeit zwei völlig verschiedene Dinge sind.
Und deshalb ist er härter.
Eine besonders wichtige Rolle übernimmt Ben Urich, der für Peter beinahe zu einer zweiten Vaterfigur wird. Allerdings ist auch Urich kein strahlender Held. Er kennt die Abgründe dieser Stadt und ist selbst tiefer darin verstrickt, als Peter zunächst ahnt.
Und dann ist da Norman Osborn.
Ich mag diese Interpretation des Green Goblin ausgesprochen gerne.
Keine Kürbisbomben. Kein Gleiter. Kein grünes Koboldkostüm.
Osborn ist ein Gangsterboss.
Und genau das reicht vollkommen.
Um ihn herum versammeln sich Noir-Versionen bekannter Spider-Man-Gegner, darunter Kraven, Chameleon und ein wirklich unangenehmer Vulture.
Gerade beim Vulture wird deutlich, dass die Autoren keinerlei Interesse daran haben, einfach die normalen Superschurken in 1930er-Kostüme zu stecken. Dieser Adrian Toomes ist eine richtig widerliche Kreatur und seine Verbindung zu Onkel Ben ist wesentlich brutaler als alles, was man aus der klassischen Entstehungsgeschichte kennt.
Auch Peters Verwandlung zum Spider-Man wird neu interpretiert und bekommt eine mystische Komponente.
Das funktioniert erstaunlich gut.
Normalerweise bin ich kein großer Freund davon, Spider-Mans Kräfte unnötig mystisch zu erklären. Peter Parker ist für mich immer auch eine Figur, die stark mit Wissenschaft verbunden ist. Innerhalb dieser Geschichte passt es aber zur düsteren Pulp-Atmosphäre.
Und dann kommt Carmine Di Giandomenico.
Für mich ist er der eigentliche Star der ersten acht Hefte.
Sein New York ist dreckig, nass, dunkel und gefährlich. Man glaubt praktisch, den Regen auf dem Asphalt riechen zu können.
Spider-Mans Kostüm ist großartig.
Mantel, Maske, Fliegerbrille – es sieht improvisiert aus und gleichzeitig so, als könnte dieses Kostüm tatsächlich aus den 1930er-Jahren stammen.
Vor allem aber nutzt Di Giandomenico Schatten.
Spider-Man springt hier nicht permanent bei strahlendem Sonnenschein zwischen bunten Hochhäusern herum. Er kommt aus der Dunkelheit.
Manchmal sieht man zunächst nur die Augen.
Das hat fast etwas von Batman, ohne dass Spider-Man dabei seine eigene Identität verliert.
Eine richtig starke erste Miniserie.

Spider-Man Noir: Eyes Without a Face 1–4
David Hine/Fabrice Sapolsky – Carmine Di Giandomenico

Bereits auf Deutsch:
Marvel Noir 6 – Spider-Man 2, Panini 2010
später erneut in der Spider-Man Noir Collection, Panini 2021

Und dann kommt der zweite Vierteiler.
Den finde ich persönlich sogar noch besser.
Bei der ersten Miniserie mussten Hine und Sapolsky zwangsläufig viel erklären. Wie sieht diese Welt aus? Wer ist dieser Peter Parker? Wie wird er Spider-Man? Wer ist Norman Osborn?
Das alles fällt jetzt weg.
Wir kennen diese Welt.
Und deshalb können die Autoren richtig loslegen.
Nach Osborns Ende ist New York natürlich keineswegs plötzlich ein besserer Ort geworden. Das entstandene Machtvakuum lockt sofort andere Kriminelle an.
Gleichzeitig bekommen wir eine neue Interpretation von Doctor Octopus.
Und die hat es in sich.
Otto Octavius gehört zu meinen Lieblingsgegnern von Spider-Man. Gerade deshalb finde ich es immer schwierig, wenn alternative Universen bekannte Figuren bis zur Unkenntlichkeit verändern.
Hier funktioniert es aber.
Dieser Octavius ist auf eine ganz andere Art monströs.
Die Autoren greifen die Eugenikbewegung der damaligen Zeit auf und verbinden sie mit rassistischen Vorstellungen und menschenverachtenden Experimenten.
Dadurch wird aus Doctor Octopus kein bunter Superschurke, sondern ein Mann, bei dem man sich unangenehmerweise vorstellen kann, dass eine vergleichbare Person damals tatsächlich existiert haben könnte.
Und genau das macht ihn so erschreckend.
Auch Sandman wird komplett neu interpretiert.
Wieder keine einfache Übertragung seiner bekannten Superkräfte. Flint Marko funktioniert innerhalb dieser Welt, ohne dass jemand erklären müsste, warum plötzlich ein Mann aus Sand durch das New York der 1930er läuft.
Das ist für mich eine der größten Stärken von Spider-Man Noir.
Die Autoren fragen nicht: Wie bekommen wir diesen Superschurken in die 1930er-Jahre?
Sondern: Wie würde eine Figur mit diesem Charakter in dieser Welt aussehen?
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Besonders wichtig wird außerdem Felicia Hardy.
Auch sie ist natürlich eine Figur, die wir aus dem normalen Marvel-Universum bestens kennen. Aber diese Felicia ist nicht einfach Black Cat mit einem Kleid aus den Dreißigern.
Ihre Beziehung zu Peter entwickelt sich tragisch und verleiht der Geschichte eine emotionale Ebene, die mir ausgesprochen gut gefällt.
„Eyes Without a Face“ ist insgesamt härter und politischer als der erste Vierteiler.
Und wieder sehen die Zeichnungen von Carmine Di Giandomenico fantastisch aus.
Wenn ich aus diesem Band nur eine Geschichte auswählen müsste, wäre es wahrscheinlich diese.

Edge of Spider-Verse 1
David Hine – Fabrice Sapolsky/Richard Isanove

Bereits auf Deutsch:
Spider-Man: Spider-Verse Sonderband 1, Panini 2015
später Spider-Man Noir Collection, Panini 2021

Vier Jahre später tauchte Spider-Man Noir im Vorfeld von „Spider-Verse“ wieder auf.
Darüber habe ich mich damals gefreut.
Vor allem, weil David Hine zurückkehrte und die Figur deshalb nicht plötzlich vollkommen anders geschrieben wurde.
Wir sehen, wie sich Peter und Felicia nach den Ereignissen der zweiten Miniserie entwickelt haben. Gerade diese Szenen gefallen mir ausgesprochen gut, weil sie tatsächlich an die alten Geschichten anknüpfen.
Dann beginnt allerdings das Spider-Verse.
Und hier bin ich etwas zwiegespalten.
Ich mag „Spider-Verse“. Die Grundidee, Spider-Men aus unzähligen Universen zusammenzubringen, macht einfach Spaß.
Aber Spider-Man Noir verliert dadurch zwangsläufig etwas.
In seiner eigenen Serie ist er Spider-Man.
Seine gesamte Welt funktioniert nach Noir-Regeln.
Sobald er neben einem Dutzend anderer Spider-Men steht, ist er plötzlich nur noch der Spider-Man aus den 1930ern.
Das ist natürlich immer noch unterhaltsam, aber die besondere Atmosphäre der ersten beiden Miniserien kann dabei nicht erhalten bleiben.
Trotzdem gehört das Heft unbedingt in diese Collection.
Es ist das Bindeglied zwischen dem ursprünglichen Spider-Man Noir und jener Version, die durch das Spider-Verse schließlich weltbekannt wurde.

Spider-Verse Team-Up 1 – zweite Geschichte
Roger Stern – Bob McLeod

Bereits auf Deutsch:
Spider-Man: Spider-Verse Sonderband 2, Panini 2015
später Spider-Man Noir Collection, Panini 2021

Allein Roger Stern macht diese Geschichte für mich interessant.
Stern gehört für mich zu den großen Spider-Man-Autoren. Seine Geschichten aus den frühen 1980er-Jahren habe ich immer ausgesprochen gerne gelesen, und mit dem Hobgoblin hat er einen Gegner geschaffen, der über Jahre hinweg für einige der spannendsten Spider-Man-Geschichten sorgte.
Zusammen mit Bob McLeod erzählt Stern hier eine kurze Spider-Verse-Geschichte.
Und die macht Spaß.
Mehr sollte man allerdings auch nicht erwarten.
Die Tiefe der ersten beiden Noir-Miniserien kann eine solche Team-up-Geschichte natürlich nicht erreichen.
Hier geht es um das Zusammentreffen verschiedener Spider-Man-Versionen und genau als solches funktioniert die Episode.
Gerade wenn man die Collection chronologisch liest, merkt man aber deutlich, wie sehr sich die Figur verändert hat.
Aus dem düsteren Pulp-Helden ist inzwischen ein Mitglied der großen Spider-Familie geworden.
Das ist nicht unbedingt schlechter.
Aber anders.


Spider-Geddon: Spider-Man Noir Video Comic
Deutsche Veröffentlichung:
bereits enthalten in der Spider-Man Noir Collection, Panini 2021

Zum Abschluss bekommen wir noch den kurzen „Spider-Geddon: Spider-Man Noir Video Comic“.
Hier sollte man keine weitere große Noir-Geschichte erwarten.
Es ist eher ein Bonus und Bindeglied zum späteren „Spider-Geddon“-Ereignis.
Als Einzelgeschichte wäre mir das wahrscheinlich zu wenig.
Innerhalb dieser Collection gehört der Beitrag aber dazu. Wenn Panini schon diese Phase von Spider-Man Noir möglichst vollständig sammelt, möchte ich als Fan solche kleinen Geschichten ebenfalls dabei haben.
Lieber vollständig als irgendwann feststellen, dass irgendwo noch fünf oder zehn Seiten fehlen.

Fazit
Ich mag Spider-Man Noir.
Und nach dem erneuten Lesen dieser Geschichten weiß ich auch wieder genau, warum.
Vor allem die ersten acht Hefte von David Hine, Fabrice Sapolsky und Carmine Di Giandomenico sind richtig gut.
Die erste Miniserie nimmt Spider-Mans bekannte Entstehungsgeschichte und zerlegt sie vollständig, ohne dabei zu vergessen, was Peter Parker eigentlich ausmacht.
„Eyes Without a Face“ setzt sogar noch einen drauf. Die Geschichte ist düsterer, politischer und teilweise ausgesprochen unangenehm. Besonders die neue Interpretation von Doctor Octopus gefällt mir hervorragend.
Und dann ist da Carmine Di Giandomenico.
Seine Zeichnungen sind für mich das große Highlight dieses Bandes.
Dieses dreckige New York, die tiefen Schatten, Peters Fliegerbrille, der Mantel – genauso muss Spider-Man Noir aussehen.
Die späteren Spider-Verse-Geschichten erreichen dieses Niveau für mich nicht mehr ganz. Sie sind unterhaltsam und gehören selbstverständlich in eine vollständige Sammlung, aber Spider-Man Noir funktioniert für mich am besten in seiner eigenen Welt.
Zwischen zwanzig verschiedenen Spider-Men ist er eine interessante Variante.
In seinem eigenen New York der 1930er-Jahre ist er dagegen eine faszinierende Hauptfigur.
Für Neueinsteiger ist die Collection deshalb eine klare Empfehlung. Man bekommt die Entstehung und die wichtigsten frühen Auftritte der Figur in einem Band und kann ihre Entwicklung vom düsteren Pulp-Helden zum Mitglied des Spider-Verse verfolgen.


Supergirl The World

Supergirl The World
Autor: U.A., Yann Krehl
Zeichner: Marie Sann, u.a.
Seitenzahl: 168
Format: 17X26
20,00 €
ISBN: 9783741652035
Storys: Supergirl: The World
Panini Verlags GmbH

Mit „Supergirl – The World“ reiht sich Kara Zor-El in Paninis internationale Anthologie-Reihe ein. Kreative aus zahlreichen Ländern erzählen eigenständige Geschichten über die berühmteste Heldin von Krypton und zeigen dabei, wie unterschiedlich Supergirl rund um den Globus interpretiert werden kann.

Das Konzept erinnert an frühere Bände über Batman, Joker oder Superman und funktioniert erneut erstaunlich gut. Statt einer durchgehenden Handlung erwarten den Leser zahlreiche Kurzgeschichten, die völlig unterschiedliche Facetten der Figur beleuchten. Mal geht es um klassische Heldentaten, mal um persönliche Selbstzweifel oder den schwierigen Spagat zwischen menschlichem Alltag und außerirdischer Herkunft.

Für deutsche Leser besonders interessant ist der Beitrag von Yann Krehl und Marie Sann. Beide beweisen eindrucksvoll, dass auch deutsche Comic-Künstler international problemlos mithalten können. Marie Sanns dynamischer Zeichenstil sorgt dabei für einen der optischen Höhepunkte des gesamten Bandes.

Naturgemäß schwankt die Qualität der einzelnen Episoden etwas. Manche Geschichten bleiben aufgrund ihres geringen Umfangs eher Momentaufnahmen, andere entwickeln überraschend viel emotionale Tiefe. Gerade diese stilistische Vielfalt macht aber den besonderen Reiz der Anthologie aus.

Auch grafisch bietet der Band eine enorme Bandbreite unterschiedlichster Zeichenstile – von klassisch amerikanisch bis hin zu europäischen und asiatischen Einflüssen. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild, das die internationale Bedeutung der Figur eindrucksvoll unterstreicht.

Bewertung: Eine gelungene Anthologie, die Supergirl aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Nicht jede Geschichte ist ein Volltreffer, insgesamt aber eine spannende Hommage an eine der sympathischsten Heldinnen des DC-Universums.

Punisher Splatter-Ausgabe

Punisher Splatter-Ausgabe
Autor: Benjamin Percy
Zeichner: Julius Ohta
Seitenzahl: 120
Format: 17X26
16,00 €
ISBN: 9783741646997
Storys: Punisher Red Band (2025) 1-5
Panini Verlags GmbH

Mit „Punisher: Red Band“ erhält Frank Castle eine Veröffentlichung, die ihrem Namen alle Ehre macht. Autor Benjamin Percy, bekannt durch seine Arbeiten an Wolverine, Ghost Rider und X-Force, nutzt die neue Red-Band-Linie von Marvel konsequent aus und erzählt eine kompromisslose Geschichte voller brutaler Gewalt, die sich klar an ein erwachsenes Publikum richtet. Zeichner Julius Ohta setzt diese kompromisslose Ausrichtung mit beeindruckender Intensität um.

Frank Castle befindet sich einmal mehr auf seinem gnadenlosen Rachefeldzug gegen die organisierte Kriminalität. Percy konzentriert sich dabei auf das Wesentliche: den Punisher als kompromisslose Ein-Mann-Armee, deren moralischer Kompass längst jede Grauzone hinter sich gelassen hat. Wer tiefgründige philosophische Diskussionen erwartet, wird hier nicht fündig – stattdessen dominiert kompromisslose Action.

Die Gewalt ist außergewöhnlich explizit und geht deutlich über das hinaus, was man aus regulären Marvel-Comics kennt. Abgetrennte Gliedmaßen, Einschusswunden und blutige Nahkämpfe werden ohne Beschönigung gezeigt. Dennoch wirkt die Brutalität nie selbst zweckhaft, sondern unterstreicht den kompromisslosen Charakter Frank Castles.

Julius Ohtas Zeichnungen gehören zu den größten Stärken des Bandes. Seine dynamischen Bildkompositionen verleihen jeder Actionszene enorme Wucht, während die detaillierte Mimik den wenigen ruhigeren Momenten zusätzliche Intensität verleiht. Gerade die Verbindung aus realistischer Anatomie und filmischer Inszenierung sorgt dafür, dass der Comic fast wie ein harter Actionfilm auf Papier wirkt.

Inhaltlich erfindet Percy den Punisher zwar nicht neu, trifft aber den Kern der Figur hervorragend. Frank Castle bleibt eine tragische Gestalt, deren Krieg niemals endet und die längst selbst zu dem geworden ist, was sie eigentlich bekämpft.

Bewertung: Eine kompromisslose Punisher-Geschichte für erwachsene Leser. Brutal, rasant und hervorragend gezeichnet. Wer Frank Castle in seiner härtesten Form erleben möchte, bekommt hier genau das, was der Titel verspricht.

Batman - Gotham by Gaslight - Eine Liga für Gerech

Batman - Gotham by Gaslight - Eine Liga für Gerechtigkeit
Autor: Andy Diggle
Zeichner: Leandro Fernandez
Seitenzahl: 216
Format: 17X26
29,00 €
ISBN: 9783741648786
Storys: Batman: Gotham by Gaslight: A League for Justice 1–6
Panini Verlags GmbH

Dieses Elseworlds-Abenteuer verbindet viktorianische Steampunk-Atmosphäre mit klassischer Superhelden-Action – und das überraschend erfolgreich. Andy Diggle erweitert das bekannte „Gotham by Gaslight“-Universum um zahlreiche DC-Helden und erschafft daraus eine düstere Alternativwelt voller Intrigen, Revolutionen und Abenteuer.

Die größte Stärke des Comics liegt in seinem Worldbuilding. Gotham wirkt wie eine Mischung aus industrieller Revolution, Sherlock-Holmes-Krimi und düsterem Abenteuerroman. Batman ist hier weniger Hightech-Vigilant als vielmehr ein maskierter Detektiv und Kämpfer gegen gesellschaftliche Korruption.

Leandro Fernandez’ Zeichnungen tragen enorm zur Stimmung bei. Seine detailreichen Hintergründe, der rauchige Stil und die düsteren Farbwelten verleihen der Geschichte eine glaubwürdige viktorianische Atmosphäre. Besonders gelungen sind die Neuinterpretationen bekannter Figuren wie Wonder Woman, Superman oder Green Lantern im Steampunk-Look.

Die Handlung selbst bietet solide Unterhaltung mit politischen Untertönen, Verschwörungen und actionreichen Konflikten. Nicht jede Figur erhält genug Tiefe, da der Band sehr viele Charaktere integrieren möchte, doch insgesamt funktioniert das Ensemble erstaunlich gut.

Fans alternativer Batman-Geschichten kommen hier voll auf ihre Kosten. „Eine Liga für Gerechtigkeit“ ist kein philosophisches Meisterwerk, aber ein hervorragend inszeniertes Abenteuer mit großartiger Atmosphäre und einer kreativen Neuinterpretation des DC-Universums.

DC Must-Have - Batman & Superman - Supergirl

DC Must-Have - Batman & Superman - Supergirl
Autor: Jeph Loeb
Zeichner: Michael Turner
Seitenzahl: 168
Format: 17X26
27,00 €
ISBN: 9783741648731
Storys: Superman/Batman 8-13
Panini Verlags GmbH

Jeph Loebs „Supergirl“ gehört zu den prägendsten Superman/Batman-Geschichten der 2000er-Jahre. Der Band erzählt die Rückkehr von Kara Zor-El ins DC-Universum und verbindet klassische Superhelden-Mythologie mit spektakulärer Action.

Loeb setzt stark auf große Emotionen und ikonische Momente. Die Dynamik zwischen Batman, Superman und Wonder Woman funktioniert hervorragend. Besonders interessant ist Batmans Misstrauen gegenüber Kara, während Superman sofort Hoffnung in ihr sieht. Diese unterschiedlichen Sichtweisen verleihen der Geschichte Spannung.

Visuell ist der Comic ein echtes Highlight. Michael Turners Zeichenstil war prägend für eine ganze Ära von Superheldencomics: dynamische Figuren, epische Splashpages und ein cineastischer Look. Seine Darstellung von Supergirl machte die Figur sofort wieder populär und ikonisch.

Die Story selbst ist manchmal etwas bombastisch und stark auf Spektakel ausgelegt. Inhaltlich erreicht sie nicht immer die Tiefe anderer Superman-Geschichten, dafür liefert sie jedoch hervorragendes Popcorn-Kino in Comicform. Action, Dramatik und große Superheldenmomente stehen klar im Vordergrund.

Als Einstieg in moderne Supergirl-Geschichten funktioniert der Band ausgezeichnet. Gleichzeitig ist er ein wichtiges Zeitdokument der frühen 2000er im Superheldengenre.

Supergirl Anthologie

Supergirl Anthologie
Autor: Cary Bates, Cary Burkett, Otto Binder, Paul Kupperberg, U. A., Jerry Siegel, Peter David, Roger Stern
Zeichner: Al Plastino, Art Saaf, Jim Mooney, Carmine Infantino, Curt Swan, Gary Frank, Jim Aparo, June Brigman, u.a.
Seitenzahl: 384
Format: 18.3X27.7
39,00 €
ISBN: 9783741648823
Storys: Action Comics 252, Superboy 80, Action Comics 291, Supergirl (1972) 1, Supergirl (1982) 1, Supergirl (1982) 19, Supergirl (1996) 1, Supergirl: Rebirth 1 u. a.
Panini Verlags GmbH


Die „Supergirl Anthologie“ ist weit mehr als nur eine Sammlung alter Geschichten – sie ist eine Reise durch die Entwicklung einer der wichtigsten Heldinnen des DC-Universums. Von den frühen Silver-Age-Abenteuern bis zu modernen Interpretationen zeigt der Band eindrucksvoll, wie sich Kara Zor-El und gleichzeitig das gesamte Superheldengenre verändert haben.

Der historische Einstieg mit „Action Comics #252“ markiert Supergirls ersten Auftritt. Hier wird Kara als Cousine Supermans eingeführt, die auf der Erde ihre neue Heimat finden muss. Die frühen Geschichten besitzen den typischen Silver-Age-Charme: fantasievoll, teilweise naiv und voller verrückter Ideen. Gleichzeitig zeigen sie bereits Karas zentrales Thema – die Suche nach Identität und Zugehörigkeit.

Spätere Geschichten entwickeln die Figur zunehmend weiter. Besonders interessant ist, wie sich Supergirl vom „weiblichen Superman“ zu einer eigenständigen Heldin entwickelt. Immer stärker rücken ihre eigenen Konflikte und Erfahrungen in den Mittelpunkt.

Die Geschichten aus den 70er- und 80er-Jahren zeigen eine deutlich erwachsenere Interpretation der Figur. Kara kämpft nicht mehr nur gegen Superschurken, sondern auch gegen Einsamkeit, Verantwortung und den Wunsch nach Unabhängigkeit. Gerade diese Entwicklung macht die Anthologie so spannend.

Ein Höhepunkt ist außerdem Peter Davids moderne Interpretation aus den 90er-Jahren. Diese Version von Supergirl unterscheidet sich stark von früheren Inkarnationen und zeigt, wie flexibel die Figur interpretiert werden kann.

Auch zeichnerisch bietet der Band eine beeindruckende Zeitreise. Von den klaren, farbenfrohen Silver-Age-Seiten bis zu modernen, detailreichen Illustrationen erkennt man die Evolution des gesamten Mediums.

Natürlich schwankt die Qualität einzelner Geschichten. Manche frühe Episoden wirken heute sehr simpel oder stark ihrer Zeit verhaftet. Dennoch liegt gerade darin der Reiz der Sammlung. Die Anthologie dokumentiert nicht nur die Entwicklung einer Figur, sondern auch die Geschichte amerikanischer Superheldencomics insgesamt.

Für Leser mit Interesse an Comicgeschichte ist dieser Band deshalb besonders wertvoll. Gleichzeitig bietet er genug emotionale und spannende Geschichten, um auch moderne Leser gut zu unterhalten.

Spider-Man - Brand New Day

Spider-Man - Brand New Day
Autor: Marc Guggenheim, Dan Slott
Zeichner: Salvador Larroca, Steve Mcniven
Seitenzahl: 176
Format: 17X26
24,00 €
ISBN: 9783741649271
Storys: Amazing Spider-Man 546–551, Free Comic Book Day 2007 (Spider-Man)
Panini Verlags GmbH

„Brand New Day“ markiert einen der umstrittensten, aber zugleich wichtigsten Neustarts in der Geschichte von Spider-Man. Nach den Ereignissen von „One More Day“ wird Peter Parkers Leben zurückgesetzt: keine Ehe mit Mary Jane, ein jüngerer Status quo und mehr Fokus auf klassische Spider-Man-Abenteuer.

Der Band schafft es erstaunlich gut, den Geist der frühen Spider-Man-Comics wiederzubeleben. Peter kämpft mit Geldproblemen, chaotischem Privatleben und alltäglichen Schwierigkeiten – genau jene Elemente, die Spider-Man einst so beliebt machten.

Marc Guggenheim und Dan Slott liefern abwechslungsreiche Geschichten mit viel Humor, Action und sympathischer Figurenzeichnung. Besonders Slott zeigt bereits hier sein Gespür für kreative Spider-Man-Abenteuer.

Die Zeichnungen von Salvador Larroca und Steve McNiven sind modern, dynamisch und sehr detailreich. Actionsequenzen wirken kinetisch und lebendig, während die emotionalen Momente genug Raum erhalten.

Trotz vieler Stärken bleibt der Schatten von „One More Day“ präsent. Manche Leser werden den Verlust der Ehe zwischen Peter und Mary Jane nie akzeptieren. Betrachtet man „Brand New Day“ jedoch unabhängig davon, erhält man einen sehr unterhaltsamen Neustart mit klassischem Spider-Man-Gefühl

Bat-Man - Second Knight 1

Bat-Man - Second Knight 1
Autor: Dan Jurgens
Zeichner: Mike Perkins
Seitenzahl: 56
Format: 24.5X31.5
16,00 €
ISBN: 9783741648861
Storys: Bat-Man: Second Knight 1
Panini Verlags GmbH

„Second Knight“ ist keine typische Batman-Geschichte. Dan Jurgens erzählt hier eine düstere Noir-Erzählung, die stark an klassische Kriminalfilme und pulpige Detektivliteratur erinnert.

Die Geschichte spielt in einer frühen Phase von Batmans Karriere. Bruce Wayne ist noch nicht die perfekte Legende, sondern ein Mann, der versucht, seinen Platz zwischen Rache, Gerechtigkeit und Selbstzerstörung zu finden. Genau diese Unsicherheit macht die Figur hier besonders interessant.

Der erste Band konzentriert sich stark auf Atmosphäre und Spannungsaufbau. Statt permanenter Action entwickelt sich die Handlung langsam und kontrolliert. Verbrechen, Korruption und psychologische Konflikte stehen im Mittelpunkt. Batman wirkt weniger wie ein Superheld und mehr wie ein obsessiver Ermittler.

Besonders gelungen ist die düstere Darstellung Gothams. Die Stadt erscheint fast lebendig – voller Schatten, Gewalt und moralischem Verfall. Jeder Schauplatz vermittelt das Gefühl einer Welt, die kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Mike Perkins liefert herausragende Zeichnungen ab. Seine Panels sind voller dunkler Kontraste und filmischer Perspektiven. Gesichter wirken realistisch und erschöpft, wodurch die Geschichte eine fast greifbare Intensität erhält. Im großen Prestigeformat entfalten die Zeichnungen enorme Wirkung.

Die Handlung selbst setzt stark auf psychologische Spannung. Batman kämpft nicht nur gegen äußere Gegner, sondern auch gegen seine eigenen Zweifel. Dadurch wirkt die Geschichte deutlich erwachsener und introspektiver als viele klassische Superheldencomics.

„Second Knight“ ist deshalb weniger ein actionorientierter Mainstream-Comic als vielmehr eine stilvolle Charakterstudie mit Noir-Einschlag.

Conan - Im Zeichen der Schlange

Conan - Im Zeichen der Schlange
Autor: Jim Zub
Zeichner: Ivan Gil
Seitenzahl: 120
Format: 17X26
16,00
ISBN: 9783741649530
Storys: Conan the Barbarian: Scourge of the Serpent 1–4, Conan the Barbarian Free Comic Book Day (2025) 1
Panini Verlags GmbH

Jim Zubs Conan-Serie gehört zu den stärksten modernen Interpretationen der Figur – und „Im Zeichen der Schlange“ zeigt eindrucksvoll warum. Die Geschichte verbindet brutale Sword-and-Sorcery-Action mit düsterem Horror und klassischer Abenteuerfantasy.

Im Mittelpunkt steht Conan auf einer Reise durch eine Welt voller Schlangenkulte, uralter Magie und tödlicher Intrigen. Schon früh wird klar, dass hier nicht nur menschliche Gegner lauern, sondern etwas weitaus Unheimlicheres. Die Atmosphäre erinnert stark an die ursprünglichen Geschichten von Robert E. Howard, in denen Horror und Fantasy eng miteinander verschmolzen.

Conan selbst wird hervorragend getroffen. Er ist kein edler Ritter, sondern ein barbarischer Überlebenskünstler. Zub zeigt ihn als intelligenten, instinktiven Kämpfer, der rohe Gewalt ebenso beherrscht wie taktisches Denken. Gerade diese Mischung macht die Figur so faszinierend.

Die Handlung entwickelt sich wie ein klassisches Fantasy-Abenteuer: geheimnisvolle Tempel, dunkle Prophezeiungen, Verrat und uralte Monster treiben die Geschichte voran. Besonders gelungen ist dabei die düstere Grundstimmung. Ständig hat man das Gefühl, dass hinter jeder Ecke Gefahr lauert.

Ivan Gils Artwork unterstützt diese Atmosphäre perfekt. Seine Monsterdesigns wirken grotesk und bedrohlich, während Kämpfe brutal und dynamisch inszeniert sind. Gleichzeitig gelingen ihm beeindruckende Fantasy-Kulissen voller Ruinen, Tempel und exotischer Landschaften.

Die Geschichte erfindet das Genre nicht neu, trifft aber exakt den Kern klassischer Conan-Abenteuer: rohe Gewalt, mystische Bedrohungen und eine Welt, in der Zivilisation oft korrupter erscheint als die Wildnis.

Spider-Man & Wolverine

Spider-Man & Wolverine
Autor: Jason Aaron
Zeichner: Adam Kubert
Seitenzahl: 152
Format: 17X26
19,00 €
ISBN: 9783741649509
Storys: Astonishing Spider-Man & Wolverine 1–6
Panini Verlags GmbH

Jason Aaron kombiniert zwei völlig unterschiedliche Helden zu einem wilden, temporeichen Abenteuer voller Humor und Chaos. Spider-Mans lockere Art trifft auf Wolverines brutale Ernsthaftigkeit – und genau aus diesem Kontrast zieht der Comic seine Stärke.

Die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem verrückten Zeitreise-Abenteuer mit zahlreichen überraschenden Wendungen. Aaron gelingt es hervorragend, die Dynamik zwischen den Figuren auszuspielen. Spider-Man nervt Wolverine permanent, während Logan zunehmend die Geduld verliert.

Adam Kubert liefert fantastische Zeichnungen voller Energie und Dynamik. Action und Humor ergänzen sich perfekt, und die temporeiche Inszenierung passt ideal zum chaotischen Plot.

Der Comic nimmt sich selbst nie zu ernst und setzt klar auf Unterhaltung. Tiefgründige Charakterstudien sollte man nicht erwarten, dafür aber ein extrem unterhaltsames Buddy-Abenteuer voller kreativer Ideen.

Spider-Man & X-Men

Spider-Man & X-Men
Autor: Christos Gage
Zeichner: Mario Alberti
Seitenzahl: 104
Format: 17X26
19,00 €
ISBN: 9783741649516
Storys: X-Men and Spider-Man (2009) 1–4
Panini Verlags GmbH

Christos Gage erzählt eine charmante Geschichte, die Spider-Man als Lehrer an der Jean Grey School zeigt. Der Fokus liegt weniger auf epischer Action als auf Charakterinteraktionen und Humor.

Besonders gelungen ist die Darstellung von Spider-Man als Mentor. Seine lockere, chaotische Art harmoniert überraschend gut mit den jungen Mutanten. Gleichzeitig entstehen immer wieder Konflikte mit Wolverine und anderen X-Men.

Mario Albertis Zeichnungen sind stilvoll und modern. Die Figuren wirken lebendig, und die Schule erhält eine sympathische Atmosphäre.

Die Geschichte ist leicht zugänglich und eignet sich hervorragend für Leser, die humorvolle Marvel-Abenteuer mögen. Große Dramatik oder weltbewegende Ereignisse stehen nicht im Mittelpunkt – stattdessen überzeugt der Band durch Herz und sympathische Figurenmomente.

Spider-Man & Fantastic Four

Spider-Man & Fantastic Four
Autor: Christos Gage
Zeichner: Cory Smith, Mario Alberti
Seitenzahl: 104
Format: 17X26
19,00 €
ISBN: 9783741649462
Storys: Spider-Man and the Fantastic Four (2010) 1-4
Panini Verlags GmbH

Dieser Band verbindet Familiengefühl mit klassischem Superheldenabenteuer. Die Fantastic Four gehören seit jeher zu Spider-Mans wichtigsten Verbündeten, und Christos Gage versteht diese Dynamik hervorragend.

Der Comic zeigt Peter Parker weniger als einsamen Straßenhelden, sondern als Teil einer erweiterten Superheldenfamilie. Besonders die Interaktionen mit Johnny Storm sorgen für viele humorvolle Momente.

Die Geschichte kombiniert Science-Fiction, Action und emotionale Elemente sehr ausgewogen. Dabei bleibt der Ton angenehm klassisch und erinnert an ältere Marvel-Abenteuer.

Visuell überzeugt der Band mit klaren, dynamischen Zeichnungen und gelungenen Actionszenen. Fans traditioneller Marvel-Comics erhalten hier genau das, was sie erwarten: sympathische Helden, kosmische Bedrohungen und viel Herz.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren