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Witchboard 2024

Witchboard
USA 2024
Regie Chuck Russell
Mit Madison Iseman, Jamie Campbell Bower, Aaron Dominguez, Mel Jarnson, Charlie Tahan, Antonia Desplat
Laufzeit 113 Min.
Bildformat 1920x1080 (2,39:1)
Tonspuren Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Englisch (DTS-HD MA 5.1)
Untertitel Deutsch
Splendid Film/WVG

Mit „Witchboard“ kehrt Chuck Russell zu einem Genre zurück, das er wie kaum ein anderer geprägt hat. Spätestens mit Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors und dem Remake von The Blob (1988 film) hat Russell bewiesen, dass er klassischen Horror mit kreativen Ideen und handwerklicher Präzision verbinden kann. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an seine Neuinterpretation des „Witchboard“-Stoffs.

Im Zentrum steht – ganz genretypisch – ein Ouija-Brett, das als Tor zur Geisterwelt dient. Eine Gruppe von Figuren gerät zunehmend in den Bann übernatürlicher Kräfte, die sich erst subtil, dann immer bedrohlicher bemerkbar machen.

Russell bleibt sich dabei in vielerlei Hinsicht treu: Der Film beginnt ruhig und baut seine Spannung methodisch auf. Diese Herangehensweise erinnert deutlich an seine früheren Arbeiten – insbesondere an „Dream Warriors“, wo ebenfalls Atmosphäre und Figurenentwicklung eine große Rolle spielten, bevor der Horror eskaliert.

Allerdings erreicht „Witchboard“ nicht ganz die kreative Wucht dieser Klassiker. Während Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors mit fantasievollen Traumsequenzen glänzte und The Blob (1988 film) durch seine kompromisslose, oft schockierende Inszenierung auffiel, bleibt „Witchboard“ vergleichsweise konventionell.

Die erste Hälfte überzeugt mit dichter, unheilvoller Atmosphäre und einem gelungenen Spannungsaufbau. Doch im Mittelteil verliert der Film etwas an Eigenständigkeit und greift auf bekannte Genre-Muster zurück. Das Finale fängt sich wieder und liefert solide, wenn auch vorhersehbare Horrorunterhaltung.

Schauspielerisch tragen Madison Iseman und Jamie Campbell Bower den Film. Besonders Bower bringt eine unterschwellige Bedrohlichkeit mit, die gut zum Ton des Films passt.

Russells Handschrift ist klar erkennbar: Er setzt auf klassische Horror-Tugenden statt moderner Reizüberflutung. Licht, Schatten und Sounddesign stehen im Mittelpunkt. Die Kameraarbeit ist ruhig, fast elegant, und lässt den Szenen Raum zur Entfaltung.

Im Vergleich zu „The Blob“ fehlt es allerdings an der kompromisslosen Härte und den ikonischen Effekten, während „Dream Warriors“ kreativer und verspielter war. „Witchboard“ bewegt sich eher im sicheren Mittelfeld – stilistisch sauber, aber selten überraschend.

Blu-ray-Umsetzung
Bild (1920x1080 / 2,39:1): Hervorragend abgestimmt für einen Horrorfilm. Tiefe Schwarztöne, feine Abstufungen in dunklen Bereichen und eine insgesamt sehr filmische Anmutung. Das Cinemascope-Format unterstützt die oft bedrohlich leeren Bildkompositionen.

Ton (DTS-HD MA 5.1 Deutsch/Englisch): Eine der größten Stärken der Disc. Atmosphärische Geräusche, Flüstern und plötzliche Effekte werden präzise im Raum platziert. Besonders in ruhigen Szenen entsteht eine intensive Immersion.

Untertitel: Unauffällig und sauber umgesetzt.

Gesamtfazit
„Witchboard“ ist kein neuer Meilenstein im Horror-Genre, aber ein stilvoller, klassisch inszenierter Beitrag eines erfahrenen Regisseurs. Im direkten Vergleich mit Russells eigenen Highlights wie Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors und The Blob (1988 film) wirkt der Film weniger mutig und weniger ikonisch – dafür aber handwerklich sicher und atmosphärisch dicht.

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