Greenland 2 UHD+BD
Greenland 2 UHD+BD
Original Titel: Greenland: Migration
Großbritannien, Vereinigte Staaten von Amerika 2026
D.: Gerard Butler, Morena Baccarin, Roman Griffin Davis
ca. 99 Min.
Bildformat 2,40:1 (2160p/24), 2,40:1 (1080p/24)
Audio Englisch DTS-HD 7.1, Deutsch DTS-HD 7.1
Untertitel Deutsch, Extras
LEONINE Studios Spielfilm
Mit „Greenland: Migration“, der Fortsetzung zum überraschend soliden Katastrophenfilm *Greenland*, versucht man erneut, das klassische Weltuntergangskino mit familiärem Drama zu verbinden. Wieder mit dabei: Gerard Butler, Morena Baccarin und Roman Griffin Davis – ein eingespieltes Trio, das dem Film zumindest emotionalen Halt gibt.
Die Geschichte setzt nach den Ereignissen des ersten Films ein: Die Erde ist schwer gezeichnet, große Teile unbewohnbar, und die Überlebenden versuchen, sich in einer neuen, feindlichen Welt zu organisieren. Im Zentrum steht erneut die Familie Garrity, die sich auf eine gefährliche Reise begibt – eine „Migration“ in vermeintlich sichere Gebiete.
Was zunächst nach einer konsequenten Weiterentwicklung klingt, entpuppt sich leider schnell als Schwachpunkt. Das Drehbuch konstruiert Konflikte oft sehr bemüht: Entscheidungen der Figuren wirken nicht selten unlogisch oder schlicht irrational, nur um die Handlung künstlich am Laufen zu halten. Gerade in kritischen Momenten fragt man sich mehr als einmal, warum erfahrene Überlebende plötzlich grundlegende Vorsichtsmaßnahmen ignorieren.
Auch die Welt selbst bleibt überraschend vage. Während der erste Teil noch mit einer gewissen Bodenständigkeit punktete, verliert sich die Fortsetzung in eher generischen Endzeit-Versatzstücken. Neue Bedrohungen tauchen auf, werden aber selten konsequent erklärt oder zu Ende gedacht. Das sorgt dafür, dass die Spannung zwar punktuell funktioniert, aber nie wirklich nachhaltig wirkt.
Dennoch: Die Darsteller reißen einiges heraus. Besonders Gerard Butler verleiht seiner Figur erneut eine glaubwürdige Mischung aus Entschlossenheit und Verletzlichkeit. Morena Baccarin bekommt etwas mehr Raum, bleibt aber letztlich unter ihren Möglichkeiten, während Roman Griffin Davis weiterhin als emotionaler Anker dient.
Die UHD-Veröffentlichung von LEONINE Studios liefert technisch ein starkes Gesamtpaket.
Das Bild (2160p, 2.40:1) überzeugt mit einer sehr sauberen Schärfe und kräftigen Kontrasten. Gerade die vielen Außenaufnahmen – zerstörte Landschaften, verlassene Städte – profitieren sichtbar vom erweiterten Dynamikumfang. HDR setzt gezielt Akzente, ohne übertrieben zu wirken. In dunklen Szenen bleibt die Durchzeichnung stabil, auch wenn hier gelegentlich ein leicht digitales Erscheinungsbild auffällt.
Der Ton (DTS-HD 7.1) ist wuchtig und räumlich. Explosionen, Umgebungsgeräusche und der Score werden druckvoll über alle Kanäle verteilt. Besonders die Surroundkulisse trägt viel zur Atmosphäre bei, auch wenn der Film selbst nicht immer die nötige erzählerische Tiefe liefert, um diese technische Qualität voll auszunutzen.
Die Bonusmaterialien fallen eher klassisch aus: Trailer und Interviews geben einen kurzen Einblick in die Produktion, bleiben aber oberflächlich. Wer auf tiefgehende Hintergrundinfos hofft, wird hier nicht ganz zufrieden sein.
„Greenland: Migration“ ist eine typische Fortsetzung, die größer sein will als ihr Vorgänger, dabei aber an erzählerischer Stringenz verliert. Die Mischung aus Katastrophenfilm und Familiendrama funktioniert nur noch bedingt, da die Handlung zu oft auf fragwürdigen Entscheidungen basiert.
Technisch hingegen ist die UHD ein klares Upgrade und dürfte Heimkino-Fans durchaus zufriedenstellen.
Unterm Strich bleibt ein unterhaltsamer, aber inhaltlich schwächerer Nachfolger, der vor allem durch seine Darsteller und die starke Präsentation getragen wird – weniger durch seine Geschichte.
Trailer, Interviews
