Black 47

Black 47
Darsteller: Hugo Weaving, James Frecheville, Stephen Rea, Freddie Fox
Regisseur: Lance Daly
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 2.39:1
Spieldauer: 100 Minuten
Ascot Elite Filmverleih



Irland 1847. Nachdem Martin Feeney in Afghanistan für das britische Königreich gekämpft hat, kehrt er als Deserteur zurück in seine irische Heimat und findet diese in schlimmster Not vor. Die Kartoffelfäule hat die Ernte vernichtet, die Hungersnot hat über eine Million Menschen dahingerafft. Auch Martins Familie ist betroffen: Die Mutter ist unter den Opfern, der Bruder wurde von der britischen Besatzungsmacht zum Tode verurteilt. Martins Plan, mit seiner Schwägerin und ihren Kindern in die USA auszuwandern, scheitert, und der Anblick seiner sterbenden letzten Verwandten raubt ihm beinahe den Lebensmut. In seiner Verzweiflung beginnt er einen blutigen Rachefeldzug quer durch die soziale und politische Hierarchie Irlands. Um den wütenden Mann aufzuhalten, heuern die Briten Hannah an, der mit Martin in Afghanistan gekämpft hat.
Die Geschichte der Irren ist nicht leicht auf zu zeigen, aber immer eine düstere.

Durch die Politik der englischen Großgrundbesitzer, kommt es von 1845 bis 1849 zu großen Hungersnot, der Kartoffelfäule. Als Folge starben ca., 1 Millionen Menschen, das heißt ca. 12 % der Landbevölkerung, ca 2 Millionen Menschen wanderten aus, die meisten hiervon nach Amerika. In folge dieser Ereignisse wurde der hass zwischen Iren und Engländern immer größer, was schließlich im blutigen Bürgerkrieg endete, der Bis heute anhält.
Black 47 widmet sich dieser Zeit, besonders das erste drittel, wenn er die Frau seines toten Bruders trifft, die mit ihren Kindern vor Hunger leidet. Als man sie auch noch aus ihrem Hause vertreiben will und man ihr Heim zerstört, sind sie und ihre Kinder erfroren als martin am nächsten Tag findet.


Hier bricht die Richtung des Filmstiles völlig, und aus dem kritischen Drama wird ein eiskalter Rächer Film. Hierzu passen auch die ersten Bilder wenn Martin zurück in sein Land kommt, und überall nur Schlamm tote oder hungernde zu sehen sind, denn die erinnern in ihren Bildern schon sehr an Italo Western wie „Django“ von Sergio Corbucci von 1966, wie auch der Rest.
Ein großes plus sind die grandiosen Darsteller, allen voran James Frecheville als Feeney, Hugo Weaving als Hannah und Freddie Fox als arroganter und unerfahrener Captain Pope.
Ein weiteres Film Stück der Geschichte Irlands, einer Geschichte der Unterdrückung wie sie nie sein dürfte.


Für alle interessierten seien folgende Filme zu empfehlen:
Block 47 (2018)
’71 (2014)
The Wind That Shakes the Barley (2006)
Bloody Sunday (2002)
Im Namen des Vaters (1993)
Alles keine leichten, aber alles gute Filme, die einen helfen vieles zu verstehen auch in der heutigen politischen Landschaft

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