Viridiana
Viridiana
Viridiana
Spanien 1961
Regisseur: Luis Buñuel
Darsteller: Francisco Rabal, Silvia Pinal, Fernando Rey
Komponist: Georg Friedrich von Händel, Wolfgang Amadeus Mozart
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
Spieldauer: 90 Minuten
Pierrot Le Fou (AL!VE)
Die junge Novizin Viridiana (Silvia Pinal) besucht ihren verwitweten Onkel Don Jaime (Fernando Rey) auf seinem Landgut. Ihre verblüffende Ähnlichkeit mit Don Jaimes verstorbener Frau fasziniert ihn zutiefst. In seiner Obsession wirbt er um ihre Hand. Doch als sie ihn abweist und verlässt, erhängt er sich. Von Schuldgefühlen geplagt, lädt Viridiana Bettler, Landstreicher und Kranke auf das von ihrem Onkel geerbte Gut ein, um sich um sie zu kümmern. Viridianas Nächstenliebe wird jedoch von den Armen skrupellos ausgebeutet: sie dringen in das Herrenhaus ein und feiern eine verheerende Orgie, die im Chaos endet und die Hausbesitzer in große Gefahr bringt.
„Viridiana“ ist eine radikale, symbolgeladene Abrechnung mit der christlich-katholischen Moral und dem Franco-Regime. Der Film erzeugte durch die Darstellung von Gewalt und Sex große internationale Empörung und wurde u. a. in Spanien und Italien verboten. Luis Buñuel erhielt für „Viridiana“ 1961 die Goldene Palme auf den Filmfestspielen in Cannes.
Ende der Zwanzigerjahre schuf Luis Buñuel zusammen mit Salvador Dalí Meisterwerke des Surrealismus wie Ein andalusischer Hund (Un chien andalou) und Das goldene Zeitalter (L'âge d'or) die mehr als einmal zu Anfeindungen und Verboten führten. Es folgten Jahre in Amerika in den einige große aber bei weiten nicht so radikale Filme drehte. Nach der Rückkehr nach Spanien entstand Viridiana, der wieder einmal die Obrigkeit und ihre zerstörerischen Ausschweifungen gegenüber der unteren Bevölkerung anprangerte, ähnlich aber bei weiten nicht so exzessiv sie 15 Jahre später im Pier Paolo Pasolini Kontroverse Meisterwerk Die 120 Tage von Sodom. Aus heutiger Sicht wirkt Viridiana etwas angestaubt aber er macht klar was der Film für ein Sprengstoff gewesen sein muss unter der Herrschaft der Franco Diktatur, was auch schnell zum Verbot des Films entspannen führte. Umso mutiger „Viridiana“ 1961 die Goldene Palme auf den Filmfestspielen in Cannes zu verleihen. Ein aus filmhistorischer Sicht gesehen wichtiges Werk.
