Bedevilled
Bedevilled
Bedevilled
Regisseur: Jang Choel-Soo
Darsteller: Joeng-hak Park, Sung-won Ji Seo, Min-ho Hwang
Laufzeit: ca. 115 min.
Bildsystem: HD 1080pBildformat:2,35:1 (anamorph / 16:9)
Tonformat:
Deutsch (DTS HD 5.1)
Koreanisch (DTS HD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Splendid Film
Nur wenige Menschen leben auf der Insel Moodo. Eine davon ist Bok-nam, die von ihrem Mann und den restlichen Bewohnern wie ein Tier behandelt wird. Ihr ganzes Leben besteht nur aus Demütigungen und Misshandlungen, die sie nur dank der Liebe zu ihrer kleinen Tochter zu ertragen vermag. Als eines Tages Bok-nam's Jugendfreundin Haewon aus Seoul zu Besuch kommt, da keimt in der geschundenen Frau wieder die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch all ihr Flehen um Hilfe bleibt von der egoistischen Hae-won ungehört. Als Bok-nam auf eigene Faust versucht von der Insel zu fliehen, kommt dabei ihre Tochter ums Leben. Es ist der Beginn eines Strudels der Gewalt, dem sich niemand entziehen kann. Denn nichts wiegt so schwer, wie die eiskalte Wut einer Mutter.
Wirklich ernste Thriller oder Horror Filme aus Korea sind selten, und wenn dann werden sie meist durch eine billige Synchronisation verdorben. Bedevilled passt in keine der beide Kategorien, wenn dann ehr in die Rape and Revange ecke, aber muss man jeden Film zu ordnen können. Bedevilled Ist in ersten Hinsicht eine verstörende Charakterstudie zweier Frauen, die zwar ihre Kindheit zusammen verbracht haben, dann aber Wege gegangen sind, die unterschiedlicher nicht sein können. Nur eines sind sie beide nicht, konfliktbereit, doch Bedevilled zeigt, was aus Menschen werden kann, wenn man ihre Seele nur lange genug quält. Die Spannung in Bedevilled baut sich ganz gemächlich auf, Regisseur Jang Choel-Soo lässt sich viel zeit, die Geschichte glaubhaft zu erzählen, Handlungen und Reaktionen nach zu empfinden, und doch beschleicht einen schon nach kurzer Zeit das Gefühl des Unbehagens, man weiß das all dies nur in einer Katastrophe enden kann, eine Katastrophe die dann so brachial und düster daher kommt wie man es nie vermutet hätte. Ein Finale das in seiner Intensität schon Erinnerungen an Martyrs (Frankreich 2008) wachwerden lässt, auch wenn hier die Intension eine ganz andere Ist. Bedevilled ist ohne Frage ein Meisterwerk, ein Meisterwerk das verstört, aber auch zu nachdenken anregt und einen so leicht nicht loslässt.
Qualität: das 1080p Bild besticht durch kräftige Kontraste, satte Schwarzwerte, sowie eine lebendige Farbpallette. All dies sorgt für eine extrem gute Tiefenwirkung. Grade in den Außenaufnahmen ist das Bild grandios. Der Ton in DTS HD 5.1 sorgt grade in den Inselszenen für ein gutes Räumliches Gefühl, die Dialoge sind klar, Fehler sind nicht auszumachen.
