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Der Knochenjäger USA 1999
Regie: Phillip Noyce Darsteller: Denzel Washington, Angelina Jolie, Queen Latifah ca. 113 Minuten/Widescreen Dolby Surround Columbia TriStar Home Video Lincoln Rhyme, Spurensicherungs-Spezialist und Wunderknabe des Morddezernats von New York
reagiert nicht rechtzeitig, als er eine Leiche in einem Tunnelschacht untersucht. Ein riesiger Steinbrocken, der sich hoch über ihm löst, begräbt Rhyme unter sich und
fesselt den agilen Superspezialisten fortan an das Krankenbett. Vier Jahre später: Lincoln Rhyme hat vor seinem Schicksal kapituliert, er ist des Lebens überdrüssig. Seit
jenem Tag im Tunnel ist er vom Nacken abwärts gelähmt, ein Pflegefall mit einem Sauerstoffschlauch im Mund. Wenigstens kann er noch seinen Zeigefinger
bewegen, um den Computer zu bedienen und Kontakt zur Außenwelt zu halten. Hätte Rhyme nicht seine großartige Pflegerin Thelma - er wäre schon vor langer Zeit endgültig verzweifelt.
Unerwartet ergeben sich Ereignisse, die auch Rhyme wieder in seine gefährliche Vergangenheit involvieren: Ein Killer hat sein Werk begonnen und seine gräßlichen Taten dabei mit höchst
mysteriösen Hinweisen verschlüsselt. Zuerst erwischt es ein Ehepaar, das am New Yorker Flughafen in ein Taxi steigt. Die Leiche des Ehemanns wird später mit skelettiertem Finger unter einer Brücke aufgefunden.
Die Streifenpolizistin Amelia Donaghy, eine selbstbewußte junge Frau, ist zuerst am Tatort. Ihr ist es zu verdanken, daß die Mordkommission erste Hinweise bearbeiten kann. So holt Lincoln
Rhyme, der von seinen ratlosen Ex-Kollegen um Mithilfe gebeten wird, Amelia in sein Team. Ihr Selbstbewußtsein und ihr Geschick bei der Ermittlung scheinen Rhyme Lebensmut
zurückzubringen. Die Faszination der Jagd auf den Mörder tut dabei ein übriges. Der Täter läßt anscheinend ganz bewußt Hinweise an den Mordorten zurück, die bereits auf die kommenden
Taten hinweisen. Die Wohnung des gelähmten Spezialisten wird zur Fahndungszentrale umgebaut, ein ganzes Team von Cops analysiert unter der Anleitung Rhymes auch die allerkleinsten Hinweise.
So verrät eine Spur den Schauplatz des nächsten Verbrechens: Unter den Straßen von New York, in einem wahren Irrgarten von Gängen und Tunneln, wartet nämlich die angekettete
Ehefrau auf ihren Tod. Die Cops kommen zu spät. Heißer Dampf setzt dem Leben der Frau ein schreckliches Ende. Auch an diesem Tatort finden eine erschütterte Amelia und ihre Leute ein Stück Holz und
Rattenhaar - Hinweise auf die nächste Tat?, Doch auch mit der akkribischen Besessenheit, mit der Rhymes an dem Fall arbeitet, kommen sie
auch bei den nächsten Opfern immer einen Hauch zu spät. Schließlich ergiebt eine Überprüfung auch lange zurückliegender Leichenfunde im Raum New York, daß dieser Psycho-Killer schon
lange seinem grausamen Vergnügen nachgeht. Ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit beginnt
Routiniere Philip Noyce (Stunde der Patrioten) präsentiert mit Der Knochenjäger einen
knallharten Thriller. Dabei läßt er den Zuschauer zusammen mit den Protagonisten lange Zeit im Unklaren über die Motivation des Täters, was die Spannung erhöht. Diese hält sich dann auf
hohem Niveau. Lediglich die Auflösung ist für den Zuschauer belanglos, da der Täter den ganzen Film über unbekannt bleibt. Die Schauspieler geben ihr Bestes, um ihren Rollen gerecht zu werden, was für Denzel
Washington sicherlich die schwerste Aufgabe darstellt. Er verkörpert den schon mit dem Leben abgeschlossenen Mann glaubwürdig und läßt den Zuschauer auch an seinem Leid teilhaben. Sehr
unglaubwürdig scheint allerdings, das die Polizei nach 4 Jahren immer noch einen gelähmten Cop um Rat fragt. Doch das sollte den Unterhaltungswert nicht schmälern. Alles in allem ein Thriller,
der sich sehen lassen kann und den Zuschauer in Atem hält
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