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Jurassic Park 3
USA 2001
R.: Joe Johnston
Produktion: Steven Spielberg, Michael Crichton
D.: Sam Neill, Laura Dern, Alessandro Nivola, Téa Leoni
ca. 95 Minuten
Kinostart 02.08.2001
UIP

Das InGen-Debakel ebenso wie das politische und wirtschaftliche Klima haben ihre Spuren auf dem Gebiet der Dinosaurier-Forschung hinterlassen, die öffentlichen und die privaten Mittel werden immer knapper. Und so ist Dr. Grant, der auf der Suche nach weiteren Finanziers für die Studien zu seiner neuen Theorie der Raptoren-Intelligenz ist, besonders empfänglich für den Vorschlag des wohlhabenden Abenteurers Paul Kirby (William H. Macy) und dessen Frau Amanda (Téa Leoni). Sie werden das Scheckbuch für ihn öffnen, wenn er sie auf einem Flug nach Isla Sorna, der zweiten Insel von InGen, begleitet. Auf der neben Isla Nublar gelegenen Insel, die wegen einiger Vorkommnisse vor vier Jahren unter Quarantäne steht, konnten sich nicht nur Hammonds alleingelassene Reptilien hervorragend entwickeln, sie ist mittlerweile auch ein Magnet für adrenalinsüchtige und abenteuerlustige Neugierige. Widerwillig stimmt Grant dem Flug zu, und in Begleitung seines Lehrlings und Protegés Billy Brennan (Alessandro Nivola) machen er, das Ehepaar Kirby und einige andere sich nach Isla Sorna auf. Doch als der Pilot Vorbereitungen zur Landung trifft, erkennt Grant, dass die Pläne Kirbys offensichtlich anders aussehen. Verärgert und alarmiert versucht er zu protestieren, als aus dem Nichts eine riesige Kreatur vor dem Flugzeug auftaucht und es zur Bruchlandung in den Baumwipfeln des Urwaldes zwingt. Somit findet sich Grant wieder schutzlos auf einer Insel wieder, die von genetisch gezüchteten Dinosauriern bevölkert wird. Und er kommt hinter den wahren Grund für die Einladung seiner Gastgeber: Der Ausflug war nie nur als kleiner Erkundungsflug gedacht, in Wirklichkeit handelt es sich um eine Rettungsaktion. Die Kirbys sind auch nicht reich und eigentlich längst geschieden. Sie haben sich einzig zu dem Zweck wieder zusammengetan, ihren Sohn Eric (Trevor Morgan) zu finden. Der war während eines Urlaubes mit Amandas neuem Partner hier verschwunden. Da die Kirbys von Grants Erfahrungen mit Dinosauriern wußten, ebenso wie von seinem finanziellen Engpass, dachten sie sich aus Verzweiflung eine Geschichte aus, die ihn auf die Insel locken sollte. Das alles einzig in der Hoffnung, auf diese Weise einen erfahrenen Führer für die Suche nach ihrem Kind zu bekommen. Allerdings übersahen sie dabei einen Punkt. Grants damaliger Trip mit Hammond hatte ihn nach Isla Nublar geführt, und nicht Isla Sorna.
Jetzt sucht die gestrandete Gruppe nicht nur nach Eric, sondern auch nach einem Weg, wieder lebend von der Insel herunterzukommen. Sie werden von neuen, schrecklichen Kreaturen bedroht, die InGen der Öffentlichkeit und den Wissenschaftlern vorenthalten hatte. Vom riesigen Spinosaurus, der zu Lande und zu Wasser jagt, oder fliegenden Pteranodons. Auf Isla Sorna ist der T-Rex längst nicht mehr die größte Bedrohung, und Dr. Alan Grant bekommt die Gelegenheit, seine neuen Theorien zur Intelligenz der furchterregenden Raptoren in natura und am eigenen Leib überprüfen.

Mit der Fortschreitung der Ticktechnik und der Tatsache, das Dinosaurier allein keine Sensation mehr sind, wagte sich das Team Steven Spielberg, Michael Crichton trotz allem an eine Fortsetzung ihres Welterfolges. Mit Joe Johnston (Jumanji, Rocketeerund Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft) fand man schnell einen Regisseur für diese Fortsetzung. Doch was sollte im dritten Teil noch neu sein, welchen Dino hatte man noch nicht ausgegraben, um die Leute zu überraschen?

Man entschied sich jedoch, sich mehr vom reinen Fantasy Spektakel zu verabschieden und schuf eine Horror Achterbahnfahrt die es in sich hat. Nach einem eher ruhigen Anfang geht mit der Landung auf der Insel die Hölle los, allein die Szene, in welcher der Spinosaurus mit dem Flugzeug spielt, ist Adrenalin pur. Von nun an sind alle nur noch auf der Flucht vor Gegnern an Land, im Wasser und in der Luft. Zerfallende Brücken, Nebelschwaden und unheimliche Geräusche bestimmen des Gesamtbild. Auch die Angriffe der einzelnen Dinosaurier fallen noch einmal etwas blutiger aus, als man es bis jetzt gewohnt war. Die Dinosauriermodelle stammen auch hier wieder von Stan Winston. Nachdem Sam Neill im zweiten Teil fehlte und Jeff Goldblum das Feld überlies, sind diesmal die Rollen getauscht, jedoch nicht ohne einen kleinen Seitenhieb auf Jeff Goldblum´s Rolle. Das einzige was diesmal durch die Horrorthematik etwas kurz kommt, ist der Humor, der sich auf eine Flasche mit Dinopisse und dem ersten Handy -Dino beschränkt, allerdings ist grade dieser Runing Gag im Film sehr gelungen. Wer also mal wieder einen richtig guten Adrenalinstoss, in edelster Jurassic Park Verpackung haben möchte, dem sei der Film wärmstens ans Herz gelegt.