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American History XAmerican History X
USA 1998
R.: Tony Kayne
D.: Edward Norton, Edward Furlong, Elliot Gould, Stacy Keach
114 min.+ 9 Min./Widescreen 1:1,85
Deutsch/Englisch 5.1 Dolby , Untertitel
Original-Trailer, 3 geschnittene Szenen
Hintergrundinfos
BMG Video
Danny ( Edward Furlong) hat ein Idol. Doch dies ist nicht etwa ein Popstar oder Schauspieler, sondern sein Bruder Derek. Seit dieser vor 3 Jahren 3 Schwarze erschossen hatte, stieg er zu einer Ikone der White-Power-Bewegung auf. Und jetzt, zu seiner Entlassung aus dem Gefängnis, wird er nicht nur von seinem Bruder sehnsüchtig erwartet, sondern auch von Cameron, dem Anführer der weißen Rassisten. Doch was keiner weiß: Derek wurde im Knast geläutert und hat der Gewalt und dem Haß abgeschworen. Hilfe bekam er dabei von seinem Ex-Lehrer ( Avery Brooks ), der auch seinen Bruder betreut und beobachten muß, wie dieser immer mehr in den Bann von Cameron gerät. Und dieser hat in den letzten Jahren eine kleine Armee aufgebaut und setzt auf Derek, den er als Führer für seine verblendete Ideologie braucht..
American History X ist ein eindringlicher und kontroverser Film. Was sich in der Inhaltangabe fast als Actionfilm liest, ist in Wirklichkeit ein beklemmendes Plädoyer an den Rassenwahn. Regisseur Tony Kayne stellt uns gleich am Anfang vor vollendete Tatsachen, denn Derek ist schon längst dem Wahn verfallen ein Herrenmensch zu sein. In beklemmenden S/W-gehaltenen Rückblenden erfahren wir dann, wie es soweit kommen konnte und was noch wichtiger ist, wie Derek den Weg zurück findet. Da der Rechtsextremismus auch hier erschreckend viele Zuläufer hat, macht aus diesem Film ein erschreckendes Zeitdokument, welches sicherlich in abgewandelter Form auf viele Länder übertragbar ist. Edward Norton zeigt sich einmal mehr als wandlungsfähiger Schauspieler ( was er unlängst in Fight Club erneut unter Beweiß gestellt hat ), und wurde zurecht für den Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert. Doch auch die weiteren Rollen sind mit exzellenten Darstellern besetzt.
Tony Kayne schuf mit seinem Spielfilmdebüt einen Film, der in den Kinos leider unter Wert lief, den man nun auf DVD ( und natürlich auch auf VHS ) nicht verpassen sollte.
Die Ausstattung der DVD ist eigentlich vorbildlich. Neben dem fast schon obligatorischem englischen Originalton ( leider nicht bei jedem Anbieter Standart ) bekommt man den Original-Kino-Trailer und 3 geschnittene Szenen geboten. Dazu sind noch reichlich Hintergrundinfos über Darsteller, Regisseur und Drehbuchautor zu finden. Ein Making off wäre sicherlich das i-Tüpfelchen gewesen.
Der Ton gibt kein Anlaß zur Beanstandung und ist in beiden Sprachen in 5.1 Dolby Digital vorhanden. Lediglich das Bild könnte besser sein. Die Schärfe des Bildes ist zwar in Ordnung, nur die Klötzchenbildung gerade in ruhigen, einfarbigen Hintergründen ist ärgerlich und macht sich unangenehm bemerkbar, zumal sich diese wie Schatten hin- und herbewegen. Das ist beim heutigen Stand der Technik eigentlich unnötig.