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Ausnahmezustand
Ot.: The Siege USA1998 R.: Edward Zwick D.: Denzel Washington, Annette Bening, Bruce Willis 110min / Widescreen 20th Century Fox Home Entertainment www.foxhome.de
Nachdem ein überfüllter Bus in Brooklyn explodiert und weitere brutale Anschläge in New Yorks Stra6en folgen, beginnt für Special Agent Hubbard die Suche nach
den Tätern. Als die Situation außer Kontrolle gerät, verhängt der Präsident das Kriegsrecht über die Stadt. Tausende von schwerbewaffneten Soldaten
patrouillieren kampfbereit durch die Straßen und verhaften jeden Araber, ohne Beachtung, um wen es sich handelt. Doch der tyrannische General Devereaux ist noch zu weit mehr bereit.
Der amerikanische Alptraum, ein Krieg im eigenen Land. Im Vorfeld gab es in Amerika viel Ärger mit arabischen
Volksgruppen, die sich durch diesen Film angegriffen fühlten. Zu Unrecht, denn auch wenn die Terroristen Araber
sind, ist dies nur eine Minderheit. Die Mehrheit der Araber, die einen Teil der amerikanischen Bevölkerung darstellen,
werden ein Opfer der so freiheitsliebenden US-Soldaten. Zwick baut die Bedrohung im Film mit einfachen und sehr
wirkungsvollen Mitteln auf. Während einer Pressekonferenz über den ersten Erfolg des FBI beginnt plötzlich ein
Handy zu klingeln. Als es innerhalb von Sekunden bei fast jedem Anwesenden klingelt, wird klar, das es wieder eine
Katastrophe gegeben hat. Ein großes Theater der feinen Gesellschaft wurde in die Luft gesprengt. Hubbard bemerkt
im Chaos eine schöne junge Frau im Abendkleid, als sie sich zur Seite dreht, sieht er, dass ihr gesamter Arm von der
Explosion abgerissen wurde. Dies sind zwar Bilder die Angst machen, aber nicht das Terror Regime der Armee
gegenüber einem Teil der Bevölkerung rechtfertigen. Die Szenen mit den Internierungslagern erinnern allzu gut an die
Bilder mit jungen Japanern nach dem Angriff auf Perl Harbor 1941. Auch General Devereaux gibt zu, das ihm jedes
Mittel recht ist, um die Terroristen zu fangen, auch wenn er die Demokratie und Freiheitsrechte mit den Füssen tritt
und unschuldige Bürger tötet. Das Ende der Demokratie beginnt mit der Machtergreifung der Militärs und nicht mit
den Terroranschlägen. Kein Wunder, das dieser wirklich hervorragend gemachte Film in Amerika kein Erfolg wurde. Qualität:
Die Bild und Tonqualität entspricht der zu Zeit geforderten hohen Standart bei DVD´s was sich besonders
beim erstklassigen 5.1 Raumklang deutlich macht, und ist somit als hervorragend zu bezeichnen. Dazu gibt es den
Original Kinotrailer sowie ein Making Off, das allerdings weder einen deutschen Ton, noch deutsche Untertitel besitzt.
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