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Johnny Depp
„Er lässt dich die Welt aus einer neuen Perspektive sehen, verlaesst sich nie auf Formeln, will immer etwas Neues. Und er macht das hervorragend: Er ist der Grund, warum man
Filme machen will“, lobt Tim Burton JOHNNY DEPP im Premiere Magazine. Dass die Worte des Regisseurs keine leeren Phrasen sind, beweist der 38-jährige Schauspieler seit
mehr als einem Jahrzehnt mit einer Rollenwahl, die an Mut und Risikobereitschaft ihresgleichen sucht. In seinem phänomenalen Spiel vereint er Sensibilität und Wildheit wie
kein anderer. Zuletzt stellte Depp sein herausragendes Können in BLOW („Blow“) unter Beweis, in dem er den Kokaindealer George Jung porträtierte. Davor sah man ihn
in zwei Blockbustern: In CHOCOLAT („Chocolat“) spielte er neben Juliette Binoche, Judi Dench und Lena Olin einen freiheitsliebenden Zigeuner, während er in Tim Burtons
SLEEPY HOLLOW („Sleepy Hollow“) auf die Jagd nach einem mysteriösen Mörder ging. Zuvor drehten Depp und Burton gemeinsam EDWARD SCISSORHANDS („Edward mit den
Scherenhänden“) und ED WOOD („Ed Wood“). Depps Karriere beginnt bereits im Alter von 16 Jahren als Gitarrist der Rockband „The Kids“, die sich schon kurz nach ihrer Gründung in den Clubs
von Florida einen hervorragenden Ruf erspielt. Bei dem Versuch, auch in Hollywood musikalisch
Fuß zu fassen, wird der Teenager von Nicolas Cage überredet, es als Schauspieler zu probieren. Mit einer Rolle in Wes Cravens Horrorklassiker A NIGHTMARE ON ELM STREET („Nightmare –
Mörderische Träume“) gibt Depp sein Filmdebüt – ein Kurzauftritt, der lang genug ist, um ihm Lust auf mehr zu machen: Johnny Depp entscheidet sich für die Schauspielerei und hängt seine Musikerlaufbahn an den
Nagel. Nach Auftritten in PRIVATE RESORT („Die Superaufreißer“) und PLATOON („Platoon“) erhält Depp eine der Hauptrollen in der Serie „21 Jump
Street“, die ihn schnell zum Jugendidol werden lässt. Auf Dauer zeigt er sich aber mit der eindimensionalen Rolle des gut aussehenden Helden unzufrieden. Als Kultregisseur John Waters ihm
die Möglichkeit offeriert, die Titelrolle in seinem augenzwinkernden Halbstarken-Drama CRY BABY („Cry Baby“) zu übernehmen, sagt Johnny Depp begeistert zu und legt mit seiner
überzeugenden Darstellung den Grundstein für jenen Abschnitt seiner Karriere, der ihm den Respekt der Filmindustrie und seiner Fangemeinde sichern wird. Auch in der Folge gibt er mit Vorliebe den
missverstandenen Rebellen und sammelt ein ansehnliches Rollenrepertoire an eigenwillig-skurrilen Figuren mit einem ausgeprägten Hang zur Melancholie. In kurzer Folge gibt Depp Meisterleistungen
in Tim Burtons Kleinstadt-Groteske EDWARD SCISSORHANDS („Edward mit den Scherenhänden“), Emir Kusturicas Amerikanum ARIZONA DREAM („Arizona Dream“), Jeremiah
Chechiks einfühlsamer Tragikomödie BENNY & JOON („Benny & Joon“), Lasse Hallströms poetischer Lovestory WHAT’S EATING GILBERT GRAPE? („Gilbert Grape – Irgendwo in
Iowa“), dem hinreißend bizarren Biopic ED WOOD („Ed Wood“) und Jeremy Levens hintergründiger Ode an die Romantik DON JUAN DE MARCO („Don Juan de Marco“) und
erspielt sich damit den Ruf als Amerikas konsequentester Independent- Schauspieler. Um sein Rollenspektrum zu erweitern und auch im Mainstream zu reüssieren (und einmal an der Seite von
Christopher Walken zu spielen), wagt sich Depp in John Badhams Hitchcock-Hommage NICK OF TIME an seine bis dahin konventionellste Rolle. Doch erst mit DONNIE BRASCO („Donnie
Brasco“) gelingt ihm, von dem überragenden Al Pacino zu Höchstleistungen angetrieben, sein erster restlos überzeugender „erwachsener“ Part. Auch in den folgenden Arbeiten hat Depp seine gewagte Gratwanderung zwischen Kunst und Kommerz fortgesetzt.
In Terry Gilliams psychedelischem Abgesang auf die Post-Hippie-Ära FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS („Fear and Loathing in Las Vegas“) porträtierte er seinen guten Freund Hunter S. Thompson, in dem Science-Fiction
-Schocker THE ASTRONAUT’S WIFE („The Astronaut’s Wife“) spielte er an der Seite von Charlize Theron und in Roman Polanskis übernatürlichem Thriller THE NINTH GATE („Die neun Pforten“) mit Lena Olin und Frank
Langella ging er als Bücherjäger auf die Suche nach einem satanischen Literaturwerk. 1997 stellte Depp bei den Filmfestspielen von Cannes sein Regiedebüt THE BRAVE vor.
1984 A NIGHTMARE ON ELM STREET Wes Craven „Nightmare – Mörderische Träume“ 1985 PRIVATE RESORT George Bowers „Die Superaufreißer“ 1986 PLATOON Oliver Stone „Platoon“
1990 CRY BABY John Waters „Cry Baby“ EDWARD SCISSORHANDS Tim Burton „Edward mit den Scherenhänden“ 1991 NIGHTMARE ON ELM STREET 6 Rachel Talalay „Freddy’s Finale – Nightmare on Elm Street 6“
1992 ARIZONA DREAM Emir Kusturica „Arizona Dream“ 1993 BENNY & JOON Jeremiah Chechik „Benny & Joon“ 1993 WHAT’S EATING GILBERT GRAPE Lasse Hallström „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“
1994 ED WOOD Tim Burton „Ed Wood“ 1995 DEAD MAN Jim Jarmusch „Dead Man“ 1995 DON JUAN DE MARCO Jeremy Leven „Don Juan de Marco“ 1995 NICK OF TIME John Badham „Gegen die Zeit“
1996 CANNES MAN Richard Martini 1997 DONNIE BRASCO Mike Newell „Donnie Brasco“ 1997 THE BRAVE Johnny Depp „The Brave“ 1998 FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS Terry Gilliam „Fear and Loathing in Las Vegas“
1998 THE ASTRONAUT’S WIFE Rand Ravich „The Astronaut’s Wife“ 1999 THE NINTH GATE Roman Polanski „Die neun Pforten“ 1999 SLEEPY HOLLOW Tim Burton „Sleepy Hollow“
2000 THE MAN WHO CRIED Sally Potter „In stürmischen Zeiten“ 2000 BEFORE NIGHT FALLS Julian Schnabel „Before Night Falls“ 2000 CHOCOLAT Lasse Hallström „Chocolat“ 2001 BLOW Ted Demme „Blow“
2001 FROM HELL Allen und Albert Hughes „From Hell“ 2002 ONCE UPON A TIME IN MEXICO Robert Rodriguez 2002 NAILED RIGHT IN Griffin Dunne
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